Projekte und Initiativen, die bewegen

Zum Beispiel das BIG-Projekt. Dabei steht BIG für Bewegung als Investition in Gesundheit. Das BIG-Projekt hat das Ziel, die Chancen von Frauen in schwierigen Lebenslagen zu verbessern, damit sie von den vielfältigen positiven Effekten der Bewegung teilhaben können (wie z.B. Vorbeugung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs, Rückenprobleme usw.).

Warum BIG?
Diejenigen in unserer Gesellschaft, die aufgrund ihrer Bildung, ihres Einkommens und günstiger Lebensbedingungen ohnehin über die besseren Gesundheitschancen verfügen, bewegen sich deutlich mehr als die anderen - und profitieren so am meisten vom gesundheitlichen Nutzen der Bewegung. Nach den Ergebnissen des Bundesgesundheitsberichts liegt der Anteil derjenigen, die keinen Sport betreiben, in der Oberschicht bei ca. 30 %. In der Unterschicht dagegen ist er rund doppelt so hoch. Speziell Frauen der Unterschicht schneiden dabei am schlechtesten ab (ca. 65 % sportlich Inaktive bei den 30-60-jährigen).

Vielseitige Angebote
Seit 2005 läuft BIG als Modellprojekt in Erlangen. Ursprünglich wurde BIG vom Institut für Sportwissenschaft und Sport geleitet, seit 2008 liegt die Projektkoordination bei der Stadt Erlangen (Kooperation zwischen dem Sportamt und der Volkshochschule). Eine Koordinationsstelle, die beim Sportamt angesiedelt ist, organisiert die Bewegungsangebote in Erlangen, vernetzt die drei BIG-Lebenswelten Stadtteil, Betrieb und Sportverein. Das Angebot ist vielfältig: von Yoga über Nordic-Walking und Gymnastik bis hin zu Fahrrad-Lernkursen und Schwimm- und Aquafitnesskursen. Ein Erfolgsmodell ist auch die sehr gut besuchte Frauenbadezeit im Hallenbad Frankenhof.

Das aktuelle Programm "Bewegungsangebote - günstig und wohnortnah von Frauen für Frauen" kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

Mehr als nur Bewegung
Zur Zielgruppe von BIG gehören neben Migrantinnen auch Frauen aus der Mehrheitsbevölkerung. So versteht sich das BIG-Projekt auch als Integrationsprojekt, welches durch spezielle, bedarfsorientierte Sport- und Bewegungsangebote ein friedliches Zusammenleben von Frauen jeglicher Herkunft in Erlangen fördert.

Auch die von der Zielgruppe lang gewünschte „Ausbildung zur interkulturellen Sportassistentin“ wurde im Sommer durchgeführt. 14 Frauen aus 10 Ländern, alle aus Erlangen, Nürnberg und Bamberg haben einen 43-stündigen Lehrgang durchlaufen und erhielten alle den bayernweit anerkannten Club-Assistentenschein der Bayerischen Sportjugend.

Das BIG-Projekt kann zahlreiche Vereine, Organisationen und Einrichtungen zu seinen Kooperationspartnern zählen, so ist die Zusammenarbeit mit dem Türkisch-Islamischen Kulturverein, mit der Islamischen Gemeinde, mit dem Brücken e.V., mit dem Ausländer- und Integrationsbeirat, der Gleichstellungsstelle, dem Bürgertreff „Die Villa“, mit Mutter-Kind-Gruppen, Grundschulen, Kindergärten, Pfarreien lebendig und fruchtbar.

Informationen rund um das BIG-Projekt in Erlangen und weiterer BIG-Projekt in Deutschland unter www.big-projekt.de.

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